Wenn Generationen sich treffen

Iris Perner absolvierte die kombinierte Ausbildung zur Fach-Sozialbetreuerin Behinderten- und Altenarbeit an der Schule für Sozialbetreuungsberufe Salzburg. Bei ihrem Praktikum in einem Seniorentageszentrum im Lungau verband sie ihre Leidenschaft für die Arbeit mit Kindern und Senior*innen. 

Vor ihrer Ausbildung im Bereich Pflege und Betreuung arbeitete Iris Perner bereits in jenem Kindergarten im Lungau, mit dem sie auch ihr Abschlussprojekt im Rahmen ihrer Ausbildung durchführte. Ihre Idee war es, die Kinder aus dem Kindergarten, die Tag für Tag neben den Senior*innen des Tageszentrums ihre Zeit verbrachten, mit den älteren Menschen zusammenzuführen. Denn wirkliche Begenungen gab es bisher nie. So kam es auch, dass das erste Aufeinandertreffen etwas schüchtern verlief. 

 

Anfang 2020 kamen die Kinder erstmals in das Tageszentrum. Vormittags wurde gemeinsam gemalt, Mensch ärgere dich nicht oder Lotti Karotti gespielt und auch das Schwungtuch oder Luftballone flogen durch die Luft. Die regelmäßigen Treffen sorgten schließlich dafür, dass sich die Generationen langsam annäherten. Die Senior*innen erkannten die Kinder wieder und sie wurden dazu motiviert, sich gemeinsam zu bewegen. Spielerisch wurde bei den zahlreichen Aktivitäten gleichzeitig ihre Feinmotorik angeregt.

 

Auch die Kinder profitierten von den Begegnungen. Dinge wie ein Rollstuhl oder die teilweise eingeschränkten Bewegungen der Senior*innen, die die Kinder anfangs als ungewohnt empfanden, waren für sie am Ende des Projekts eine Selbstverständlichkeit. Die Tagesgäste wurden schließlich bei allen Aktivitäten unterstützt und es entstand Teamarbeit unter den Generationen. 

 

Sowohl die Senior*innen als auch die Kinder hatten sichtlich Freude an den Treffen. "Beide Seiten haben sich immer schon sehr auf die gemeinsamen Vormittage gefreut. Die Senior*innen haben oft gefragt, wann denn die Kinder wieder vorbei kommen würden und wenn es dann wieder soweit war, sah man leuchtende Augen auf beiden Seiten", berichtet Iris Perner. Das Ende und auch ein Highlight des Projekts war die gemeinsame Faschingsfeier im Februar. Es gab Verkleidungen, Faschingskrapfen, lustige Lieder und eine vergnügliche Zeit zusammen.

 

Insgesamt stellte das gesamte Projekt für Iris Perner eine weitere wichtige Verbindung zwischen Theorie und Praxis dar: "Wie wichtig Aktivierung für die Senior*innen ist, haben wir in der Schule bereits gelernt und das hat sich im Projekt wieder gezeigt." Auch in Zukunft möchte der Kindergarten mit dem Seniorentageszentrum in Kontakt bleiben und immer wieder gemeinsame Vormittage zur generationenübergreifenden Begegnung verbringen.  

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