Kunstprojekt - Der Mensch

Im Rahmen ihrer Ausbildung an der Schule für Sozialbetreuungsberufe Salzburg gestaltete Maria Loibl das Kunstprojekt "Der Mensch" in der Tagesbetreuung Gnigl. Unterstützt von Mitarbeiter*innen der Einrichtung forderte und förderte sie die Tagesgäste in vielerlei Hinsicht. 

Maria Loibl beschäftigte sich schon lange Zeit vor ihrer Ausbildung zur Fach-Sozialbetreuerin Altenarbeit mit dem Thema Demenz. Und auch die Umsetzung eines Kunst-Projekts war ein lang gehegter Wunsch von ihr. In ihrem Abschlussprojekt im Rahmen ihrer Ausbildung verband sie nun diese beiden Bereiche. 

 

Die Idee für die Umsetzung eines bestimmten Typs von plastischen Figuren recherchierte Maria Loibl im Internet. Vor dem Projektstart fertigte sie selbst zwei Prototypen an, die sie auch den Mitarbeiter*innen der Tagesbetreuungen präsentierte und an denen sich die gesamte Umsetzung orientieren sollte. Schließlich startete sie mit 12 Tagesgästen, die teilweise an einer beginnenden Demenzerkrankung leiden. 

 

Für die Durchführung des Projekts nahmen sich Maria Loibl, die Mitarbeiter*innen und Tagesgäste genügend Zeit, um die Figuren ohne Stress fertigen zu können. Zu Beginn waren viele der Tagesgäste etwas skeptisch, ob sie diese Art der Figuren am Ende auch wirklich fertigen könnten. Aber im Laufe der verschiedenen Projektschritte gewannen die Senior*innen immer mehr an Sicherheit und entwickelten Freude am Ausprobieren. 

Fertigung der rohen Plastiken

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Mit Holzklötzchen und Standfuß wurden die ersten rohen Plastiken angefertigt. Der Standfuß wurde befestigt und der Rumpf und der Kopf geformt. Anschließend trugen die Senior*innen die Spachtelmasse auf. Bei dieser Tätigkeit wurde sowohl die visuelle als auch die taktile Wahrnehmung der Senior*innen angeregt. 

Tagesgast mit dem Rohling aus Holz

Bemalen der Figuren

Der Rohling der Figuren wurde anschließend grundiert und mit einer Effektfarbe bemalt. Die Farbe für ihre Plastiken wählten die Senior*innen selbst aus. Konzentriert führten die Tagesgäste ihre Pinsel und förderten dabei ihre Handbeweglichkeit. 

Namensgebung und Vernissage

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Nach der Fertigstellung der Figuren wurden die Teilnehmer*innen aufgefordert ihren Werken auch Namen zu geben. Es war spannend zu erfahren, mit welchen Erinnerungen, Bildern und Charakteren sie ihre Figuren in Verbindung brachten. 

 

Den Abschluss des Projekts bildete eine Vernissage in der Tagesbetreuung Gnigl, an der zahlreiche Angehörigen teilnahmen. Dabei wurden die Figuren einzeln vorgestellt und es blieb Zeit für Unterhaltungen und die genaue Betrachtung der verschiedenen Werke. 

 

Insgesamt waren die Tagesgäste mit viel Begeisterung bei der Sache und sehr stolz auf das, was sie geschaffen hatten. Die Figuren wurden teilweise verschenkt oder stehen als Erinnerungsstück an ein schönes Projekt im eigenen Zuhause. Auch Frau Loibl selbst nimmt viele schöne Erinnerungen aus dem Projekt mit. "In meiner zukünftigen Berufslaufbahn möchte ich viele solcher Förderangebote umsetzen", sagt sie.  

Abschlussprojekt Der Mensch Präsentation der Figuren bei der Vernissage

Teaser in neuem Tab

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