Des Schneiders neue Uhr

Das Abschlussprojekt von Herrn Zana Qader, das er im Zuge seiner Ausbildung zum Fachsozialbetreuer Altenarbeit in Gallneukirchen planen und umsetzen musste, wurde von der Prüfungskommission als besonders gut beurteilt. Stricken und Schneidern spielten dabei eine wesentliche Rolle.

Zana Qader ist gelernter Schneider und traf in seinem Praktikum im Altenheim Pregarten auf eine Bewohnerin, die gerne strickt. Aus dieser (scheinbar ganz unspektakulären) Situation entstand die Idee, das Ziffernblatt einer Uhr mit Stoff zu beziehen, wobei die eine Hälfte des Ziffernblatts von der Bewohnerin gehäkelt wurde, während die andere Hälfte von Herrn Qader aus verschiedenen Stoffen zusammengenäht wurde. Anstelle der Ziffern wurden Symbole angebracht, die für die Bewohnerin eine besondere Bedeutung haben.

 

Das kunstvoll verzierte Ziffernblatt wurde anschließend auf ein funktionierendes Uhrwerk gesetzt. Gemeinsam mit den Mitbewohnern im Altenheim wurde entschieden, die fertige Uhr in den Aufenthaltsraum zu hängen, wo sie täglich die Menschen erfreut. Alle sind stolz auf das schöne Ergebnis.

 

Herr Qader als Mensch nichtdeutscher Muttersprache hat in seiner stillen, bescheidenen, offenen und interessierten Art eine Kommunikation gezeigt, die wir im Umgang mit alten Menschen oft schon verlernt haben. Es wurde im Rahmen des Projekts viel kommuniziert, ausprobiert, gearbeitet, nachgedacht, gelacht und Vertrauen geschaffen. So wie das Ziffernblatt mit unterschiedlichen Handwerkstechniken verbunden wurde, sind auch die Menschen in Verbindung gekommen und haben eine sehr schöne gemeinsame Zeit verbracht.

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