28.06.2019

Wille und Wohl - ein permanentes Abwägen

Linz

Die gestrigen Diakonie Dialoge in Linz, ein Tagungsformat zu Themen der Seniorenarbeit des Diakoniewerks, setzte viele Impulse und bestärkten die doch derzeit sehr "belasteteten" Berufsbilder der Pflege und Begleitung von Menschen im Alter.

 

Rund 350 Gäste nahmen an den gestrigen Diakonie Dialogen in der Voest Alpine Stahlwelt teil. Die Vielfalt an Rednern spiegelte sich in den Aussagen wider.  Das 10 Punkte Programm der Diakonie stand im Vortrag von Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser im Vordergrund.

Autonomie fördern, Selbstbestimmung im Alter und das Leben führen können, das ich führen will. Die Kraft eines gemeinsamen Netzwerkes betonte Lavinja Sleeuwenhoek-deJong, als Stadträtin einer Stadt in den Niederlanden, zeigte sie neue Strukturen auf - Mitsorge statt Versorge standen hier im Mittelpunkt. Prof. Klie betonte, dass es für viele schwierig ist, sich "im Alter" zurecht zu finden. Ja, man müsse sich neu definieren, und gerade das fordert. "Jemanden zur Last fallen" ist nicht nicht negativ und muss angenommen werden können.

Dr. Högl Neurologie berichtete über die Begleitung von Menschen mit Demenz und Chris Lohner bildete den Abschluss der Tagung. Die Buchautorin und Moderatorin, die das Alter immer wieder positiv und witzig in den Blick rückt, spricht von "forever clever, statt forever young". In seine Mitte zu kommen, im Jetzt zu leben - sind für sie wichtige Haltungen.

Die Diakonie Dialoge tagen wieder am 25. Juni 2020.

 

Hier finden Sie die Vorträge der Diakonie-Dialoge 2019 zum Nachhören.