27.06.2019

ReVital-Shop im Projekt mit NMS 1 Gallneukirchen

Schüler der Neuen Mittelschule 1 beschäftigten sich zum Schulschluss in Zusammenarbeit mit dem ReVital-Shop des Diakoniewerks in Gallneukirchen mit ökologischer Nachhaltigkeit und sozialem Mehrwert.

GALLNEUKIRCHEN. Was steht hinter den Zielsetzungen des ReVital-Shops Gallneukirchen? Was war ausschlaggebend, dieses Konzept zu entwickeln? Solche und ähnliche Fragen standen am Ende des heurigen Schuljahrs für 25 Schüler der Klasse 4a der Neuen Mittelschule 1 Gallneukirchen im Mittelpunkt.

 

Walter Aigner, Mitarbeiter im ReVital-Shop Gallneukirchen, präsentierte im Herbst 2018 eine Idee für ein Schülerprojekt, die bei den Lehrkräften gleich gut ankam. Liegen doch ökologische Nachhaltigkeit gepaart mit sozialem Mehrwert im Trend der Zeit und stellen ein gutes Praxisbeispiel für aktuelle Lehrplan-Themen dar.

 

Die Schüler der Klasse 4a der Neuen Mittelschule Gallneukirchen 1 – betreut von ihren Klassenvorständen Brigitte Rameseder und Irmgard Hölzl - sammelten Fragen, die von den Motiven zur Gründung des ReVital-Shops über den Arbeitsaufwand zur Aufbereitung der Ware bis zur Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung reichten. Mitarbeiter des ReVital-Shops überlegten sich ein Vermittlungskonzept, um auf die Fragen der Schüler bestmöglich eingehen zu können. Am 18. Juni kamen Mitarbeiter des ReVital-Shops in die Schule, um den Schülern das ReVital-Konzept näherzubringen. Unter anderem konnten die Schüler üben, verschiedene Waren nach Kategorien zu sortieren oder ihre eigene Lebensweise unter dem Aspekt Umweltschutz zu bewerten.

 

Am 25. Juni 2019 fand der Gegenbesuch der Schüler im ReVital-Shop Gallneukirchen statt. Dabei war Kreativität gefordert: In Anlehnung an den großen Meister René Magritte versuchten sich die Schüler in surrealer Kunst, in dem sie sich mit Gegenständen des ReVital-Shops fotografieren ließen. Die Präsentation der Bilder – mit Wolle vernetzt in einem revitalisierten Gewandkasten des ReVital-Shops – zeugte letztendlich von der Bedeutung der Integration und Nachhaltigkeit.

 

Die SchülerInnen zeigten sich von den neuen Erfahrungen beeindruckt: „Für unsere Klasse war es eine ganz neue Erfahrung, im Revitalshop mitzuarbeiten und zu helfen. Da es das erste Mal für die meisten von uns war, etwas in dieser Art gesehen, bzw. sich damit auseinandergesetzt zu haben, war es umso interessanter!“, so Lia Klinger aus der Klasse 4a. Und die Lehrerinnen borgten sich Worte von Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus: „Ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, einen Unterschied zu machen.“

 

ReVital ist der Markenname einer Produktlinie, die ökologische Nachhaltigkeit und sozialen Mehrwert schafft, weil sie die Umwelt entlastet und Arbeitsplätze sichert. Die Shops des Diakoniewerks – derzeit in Gallneukirchen und ab Oktober in Bad Hall - werden nach dem Konzept des Landesabfallverbandes geführt und sind Orte der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.

 

In den ReVital-Shops wird gebrauchte, aber gut erhaltene und funktionierende Ware gesammelt, aufbereitet („revitalisiert“) und auf die einwandfreie Funktion geprüft. Das bringt Vorteile auf vielen Ebenen: die Produkte bleiben im Kreislauf – damit werden Ressourcen geschont, die Abfallberge verringert und Kosten vermieden. Die Ware wird zu erschwinglichen Preisen verkauft und ist somit für jedermann attraktiv. Auf diese Weise wird die nachhaltige Verwendung von verschiedensten Produkten und Gegenständen unterstützt und gleichzeitig unserer Umwelt etwas Gutes getan.

 

Foto: Diakoniewerk/Leitner, Abdruck honorarfrei

Fototext: Schüler der NMS 1 Gallneukirchen zu Besuch im ReVital-Shop Gallneukirchen