27.04.2020

"Die Erfahrung kann man in jeden Job mitnehmen."

Kirchbichl/Hopfgarten

Sarah Zellner erzählt aus ihrem Freiwilligen Sozialjahr.

An das Tragen der Maske hat sich Sarah Zellner bereits gewöhnt. Dass sich ihr freiwilliges Sozialjahr so merkwürdig entwickeln würde, hat die 19-Jährige natürlich nicht erwartet. „Ich wollte nach der Matura ein Jahr Auszeit nehmen, herausfinden, was mich beruflich interessiert. Durch Freunde bin ich auf das Diakoniewerk gekommen“, erzählt Zellner. Im Herbst startete die Niederauerin in der Integrativen Beschäftigung in Hopfgarten. Seit der corona-bedingten Schließung arbeitet sie in der Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung in Kirchbichl. „Es sind zwei komplett unterschiedliche Aufgabenbereiche. In der Integrativen Beschäftigung habe ich den Menschen beim schulischen Training geholfen, war mit ihnen viel unterwegs und habe mit ihnen Betriebe angesehen“, berichtet Zellner.

 

In der Wohngemeinschaft geht es um das Alltagsleben, sie hilft beim Essen herrichten, spielt und bastelt viel mit den Bewohner*innen. Die Maske ist dabei immer auf, die Hygienemaßnahmen sind streng. „Pflege mache ich nicht, dazu bin ich nicht ausgebildet. Aber ich kann mich kreativ einbringen, wenn auch anders als in der Integrativen Beschäftigung“, erzählt Zellner, die an der HTL für Malerei in Innsbruck maturierte.

 

Freiwilliges Sozialjahr bietet neue Perspektiven

Sarah Zellner hat im letzten halben Jahr gemerkt, was sie beruflich machen will. „Ich möchte auf jeden Fall im Sozialbereich bleiben und habe mich für eine entsprechende Ausbildung beworben“, erzählt sie. Wie auch immer es nach dem Aufnahmeprozedere weitergeht, vermissen möchte die junge Frau diese Monate nicht. „Ich kann ein Freiwilliges Sozialjahr nur empfehlen. Man lernt so viel für sich selbst, diese Erfahrung kann man in alle Jobs mitnehmen“, ist Zellner überzeugt.

Das Diakoniewerk und seine Einrichtungen sind stets auf der Suche nach den nächsten jungen Mitarbeiter*innen. Männer und Frauen können im Rahmen des Zivildienstes oder eines Freiwilligen Sozialjahres in den Sozialbereich hineinschnuppern und Aufgaben mit sinnvollem Mehrwert übernehmen. Bei Interesse melden Sie sich unter Tel. 05332 81541 50.