08.10.2019

Ausstellung "Menschen zwischen den Welten"

Gallneukirchen

Im Oktober 2014 kamen die ersten asylsuchenden Menschen aus Kriegsgebieten nach Gallneukirchen. In einer Portraitausstellung in Schaufenstern der Gallneukirchner Innenstadt werden die Lebensgeschichten von 15 Asylsuchenden bis Mitte November veröffentlicht.

Was ist aus den Menschen geworden, die im Herbst 2014 nach Österreich flüchteten? Haben sie sich in Österreich integriert? Wie ist es ihnen dabei ergangen und warum sind sie überhaupt geflohen? Diesen und weiteren Fragen sind das Diakoniewerk Oberösterreich, die Stadtgemeinde Gallneukirchen und der Verein GiG (Gemeinsam in Gallneukirchen) nachgegangen.

 

Die Voraussetzungen der einzelnen Asylsuchenden für die Integration waren sehr unterschiedlich. Unter den Flüchtlingen waren junge Männer, die teilweise in ihrer früheren Heimat kaum in die Schule gegangen sind. Und es waren Akademiker oder Studenten kurz vor dem Studienabschluss unter den Flüchtlingen. Trotz dieser unterschiedlichen Voraussetzungen haben alle einen erfolgreichen Weg in das Leben und die Arbeitswelt in Österreich geschafft. Alle haben die deutsche Sprache gut gelernt und leisten mit ihrer Berufstätigkeit einen wirtschaftlichen und finanziellen Beitrag in Österreich.

 

Dr. Peter Oberbichler, Initiator der Ausstellung und freiwilliger Helfer beim Verein GiG, hat mit Asylsuchenden der ersten Stunde das Gespräch gesucht und Interviews geführt. Um die Ergebnisse dieser Interviews der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und auf die Erfolgsgeschichten aufmerksam zu machen, werden bis Mitte November in zahlreichen Schaufenstern im Stadtzentrum von Gallneukirchen die Portraits der interviewten Menschen auf Plakaten veröffentlicht. Die Interviews liegen gedruckt in den Geschäften auf oder sind hier auf der Homepage  nachzulesen und geben eine Antwort, weshalb sich die Integration in Gallneukirchen so erfolgreich gestaltet hat. „Die Herausforderungen, die wir vor fünf Jahren angenommen haben, konnten wir Dank der professionellen Zusammenarbeit von MitarbeiterInnen und freiwillig engagierten Personen aus der Bevölkerung sehr gut bewältigen“, betont Dr. Johann Stroblmair, Geschäftsführer des Diakoniewerk Oberösterreichs und freut sich über die gelungene Ausstellung.

 

Die Ausstellung wurde am Dienstag, 8. Oktober durch Landesrat Rudi Anschober in Gallneukirchen eröffnet. „Die Gemeinde Gallneukirchen ist ein positives Beispiel dafür, wie Behörden und Institutionen auf Landes- und Gemeindeebene, das Diakoniewerk OÖ und ehrenamtlich tätige Menschen in vereintem Engagement vieles in der Flüchtlingsarbeit geleistet haben und weiterhin leisten. Ausschlaggebend für ein gelingendes Miteinander sind Integration ab dem ersten Tag, dezentral sowie Kommunikation auf Augenhöhe – das hat Gallneukirchen eindrucksvoll gezeigt. Die in der Ausstellung beschriebenen Lebensgeschichten können Vorbild für all jene sein, die diesen Weg noch vor sich haben.“
 

 

Hier geht's zur Homepage mit allen Portraits und Interviews.